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<strong>Neue Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld begründet</strong>

Neue Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld begründet

46 Innungen schaffen eine zukunftsfähige Struktur

Bielefeld. 46 Handwerksinnungen mit Sitz in Gütersloh und Bielefeld haben am 14.06.2022 im Rahmen der konstituierenden Sitzung ihre neue Wirtschaftsvertretung, die Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld, begründet. Sie löst die bislang eigenständigen Kreishandwerkerschaften in den Orten Bielefeld und Gütersloh ab. Dachdeckermeister Georg Effertz (Gütersloh) und Tischlermeister Frank Wulfmeyer (Bielefeld) wurden einstimmig für die erste Wahlperiode zu Kreishandwerksmeistern gewählt. Beide fungieren gemeinsam als erste Vertreter des lokalen Handwerks in dem Wirtschaftsraum Bielefeld und im Kreis Gütersloh.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, Dr. Jens Prager, überreichte offiziell die Genehmigung der Satzungsänderungen und die Fusionsurkunde. In seiner Rede lobte Prager die gute Entwicklung der Zusammenarbeit von Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammer: „Wir haben in den letzten fünf Jahren gemeinsam viel geschafft, basierend auf einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit“. Mehr als 4.000 junge Leute bilden die Handwerksbetriebe in der Region Bielefeld/Gütersloh aus. Innungen, Kammer und Kreishandwerkerschaft organisieren deren Ausbildung und Abschlussprüfungen.

Zum 1.07.2022 nimmt die neue Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld ihre Arbeit auf. Unter gemeinsamer Geschäftsführung mit 25 Mitarbeitern und zwei Geschäftsstellen als Anlaufstellen will man Dienstleister für die rund 2.400 Mitgliedsbetriebe der lokalen Innungen sein „Unser Ziel war es, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen“, erklärte Frank Wulfmeyer, Kreishandwerksmeister aus Bielefeld. „Dabei sind wir in der guten Position, uns als starke Partner auf Augenhöhe gegenseitig zu verstärken“, ergänzte Georg Effertz. Die Fusion ermögliche künftig neue Leistungen über das Tarifgeschäft, die Ausbildungs- und Rechtsberatungen hinaus. 

Insbesondere das Thema Bildung wird in Zukunft breiteren Raum einnehmen. Zukunftsweisende Bedeutung hat der geplante Neubau der Bildungsstätte HBZ Brackwede e.V. auf dem Campus Handwerk am Bielefelder Bahnhofsviertel. Wulfmeyer: „Mit dem Bau neben der Kammer erweitern wir das Schaufenster des Handwerks“ und, so ergänzte Georg Effertz: „wir treiben gemeinsam mit der Handwerkskammer Innovation in der Bildung voran“. Als Beispiel nannte er die Themen Elektromobilität, Smart Home, nachhaltiges Bauen und integrative Gebäudetechnik, die am Campus Handwerk ihre neue Heimstätte erhalten. 

Durch die Fusion der Kreishandwerkerschaften Gütersloh und Bielefeld entsteht die mitgliederstärkste Arbeitgebervertretung des Handwerks in Ostwestfalen-Lippe mit 2.400 Mitgliedsbetrieben. Sie vereinigen eine Lohnsumme von etwa 1,5 Milliarden Euro auf sich. Die Region zählt zu den drei produktivsten in Nordrhein-Westfalen.