• Mai

    23

    2022
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Arbeitsmarktpolitische Fragen – Gespräch zwischen Kreishandwerkerschaft und Arbeitsagentur

Arbeitsmarktpolitische Fragen – Gespräch zwischen Kreishandwerkerschaft und Arbeitsagentur

Zu einem Gesprächsaustausch trafen sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bielefeld W. Draeger und dessen Stellvertreter G. Michaelis mit dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft J. Sautmann und der stellvertretenden Leiterin des Handwerksbildungszentrum Brackwede Susan Klaus. Gegenstand des Gespräches waren der Fachkräftemangel sowie Möglichkeiten, die Aus- und Weiterbildung im Bezirk der hiesigen Arbeitsagentur zu forcieren. 

Hauptgeschäftsführer Sautmann skizzierte den Fachkräftemangel im Handwerk, der sich in allen Berufen immer mehr verstärke. Sautmann: „Mittlerweile leiden darunter fast alle Handwerksberufe, auch Hilfskräfte fehlen in vielen Betrieben.“ Aus dieser Situation heraus entwickele sich eine echte Konjunkturbremse.

Hierin lag auch der Grund für ein Schreiben der Kreishandwerkerschaft an die Arbeitsagentur, in dem es um die Vermittlung von Flüchtlingen bzw. Vertriebenen aus der Ukraine ging. W. Draeger: „Bezüglich dieses Personenkreises gibt es aber derzeit keinen Vermittlungsdruck, da es tatsächlich keine größere Zahl zu vermittelnder Personen gebe.“

Allerdings wolle man das Bemühen unterstützen, mehr junge Leute für eine „Duale-Ausbildung“ im Handwerk zu gewinnen unter Einbeziehung der Ausbildungsberater. Dieses habe für die Arbeitsagentur eine große Bedeutung, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Ein weiterer Kernpunkt des Gespräches war aus Sicht von W. Draeger die Gründung von Weiterbildungsnetzwerken. W. Draeger: „Das hat seine Wurzel sogar im Koalitionsvertrag der Bundesregierung.“ Dabei gehe es um die Organisation von Weiterbildungsangeboten für Mitarbeiter und Arbeitssuchende, die von den Trägern im Rahmen ihres Themenspektrums angeboten werden. Susan Klaus wies darauf hin, dass es schon heute Netzwerke gebe, die diese Aufgabe aufgreifen können. Sobald hier konkrete Vorgaben vorliegen, werde die Arbeitsagentur auf die Verbände bzw. Träger zukommen.