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Peter Liese zu Gast bei Delegiertenversammlung

mdm13ma-3500 Bielefeld. Wenige Tage vor der Wahl hat der Europa-Politiker Peter Liese bei der Delegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft über die anstehenden Herausforderungen der Staatengemeinschaft gesprochen. Besonders die drohende Abstufung des Meisterbriefes ist nach wie vor ein Thema, das die Mitglieder umtreibt.

Liese, der kurzfristig für seinen Mitstreiter Elmar Brom eingesprungen war, nahm die Bedenken der Delegierten dabei äußerst ernst. »Ich komme selbst aus einer Handwerker-Familie, mein Vater war Bäcker- und Konditormeister«, erzählte er. Deshalb habe er bis heute einen guten Draht zu den Handwerksorganisationen des Landes.
»Wir haben in Deutschland einen sehr großen Schatz durch die Duale Ausbildung«, stellte Liese klar. »Und wir sehen es als unsere Verpflichtung an, für den erhalt dieser zu kämpfen.« Besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass viele kleine Betriebe, die in Gewerken ohne Meisterpflicht mittlerweile gegründet werden dürfen, kaum oder keine Ausbildung mehr stattfindet, sieht Liese Grund zur Sorge. »Deshalb sollte man mit solchen Maßnahmen äußerst vorsichtig sein.«
Peter Liese, der in Meschede lebt und als Mediziner gearbeitet hat, konnte die Sorge der Mitglied zumindest teilweise entkräften. »Noch gibt es keine Konkreten Pläne, den Meistertitel abzsuchaffen«, sagte er. »Dennoch gibt es immer wieder einzelne Beamte, die versuchen, diese vermeintliche Regulierung zu lockern.« Bisher sei dies aber nicht gelungen.
Liese stellte außerdem klar, dass er auch für Erleichterungen bei der Dokumentation von Hygienemaßnahmen einsteht und er plädiert für Verbesserung von Energieeffizienz. »Es müssen nicht immer Komplettsanierungen sein, viele kleine Schritte sorgen auch für Fortschritte.«
Oliver Schmasker ist bei der Delegiertenversammlung als neuer Obermeister der Vulkaniseur-Innung eingeführt worden.