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»Handwerk trifft Politik« vor der Wahl

mdm13ma-4096 Bielefeld. Im Handwerksbildungszentrum Brackwede haben sich die Oberbürgermeister-Kandidaten der Stadt Bielefeld zum letzten Mal vor der Wahl in einer Podiumsdiskussion den Fragen der Wähler gestellt. Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer und Hauptgeschäftsführer Jürgen Sautmann konfrontierten Pit Clausen, Andreas Rüther, Johannes Delius, Klaus Rees und Jan-Maik Schlifter mit den Themen, die dem Handwerk am Herzen liegen.

Auf der Agenda standen dabei die täglichen Hindernisse in der Stadt. Sorge machen den Handwerkern etwa die immer häufigeren Tempo-30-Zonen und die vielleicht drohende Einführung von Umweltzonen. Unions-Kandidat Rüther sprach sich dabei klar gegen solche Zonen aus. »Wir sind dafür nicht zu haben«, stellte er fest. Der amtierende Oberbürgermeister Clausen sprach sich für die zunehmende Tempobegrenzung im Stadtgebiet aus, forderte nur noch in Ausnahmen Tempo 50. Die große Bedeutung eines funktionierenden Individualverkehrs stellte indes Jan-Maik Schlifter von der FDP heraus: »Handwerker können schließlich nicht mit dem Fahrrad zum Kunden fahren.«
Gegen die Abwanderung von Unternehmen in andere Städte haben die Kandidaten ähnlich Positionen. »In den kommenden fünf Jahren sollten wir deutlich mehr Flächen ausweisen und auch Reserven für Auswärtige schaffen«, sagte Andreas Rüther. »Die Stadt unterschätzt derzeit die Bedeutung der Wirtschaft insgesamt«, vermutete Johannes Delius von der BfB. Dem schloss sich auch Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer an. »Die Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren nicht gewachsen. Das sehen wir mit Sorge.«
Das Interesse an der Veranstaltung »Handwerk trifft Politik« war abermals groß. 
Der WDR sammelte letzte gemeinsame Bilder der Kandidaten vor der Wahl. Erstmals wurden die wichtigsten Statements der Kandidaten dabei von der Kreishandwerkerschaft auch live per Twitter im Internet veröffentlicht.