• März

    12

    2021
  • 121
  • 0
Verkehrsfluss in der Innenstadt muss aufrechterhalten werden

Verkehrsfluss in der Innenstadt muss aufrechterhalten werden

Bielefeld. Das Bielefelder Handwerk hat große Bedenken angesichts des jetzt vorgestellten Koalitionsvertrages in Bielefeld. Mit Vorstößen, etwa die Wertherstraße und Stapenhorststraße zu Einbahnstraßen zu machen, kämen erhebliche Behinderungen auf den Auto- und Handwerksverkehr zu.

Auch die Reduzierung von Parkflächen in der Innenstadt auf sogenanntes Serviceparken sieht das Bielefelder Handwerk kritisch. Einerseits ist der Grundgedanke von Serviceparkplätzen für das Handwerk zu begrüßen, andererseits ist nicht abzusehen, wie das realisiert werden soll angesichts der in großem Volumen geplanten Einschränkungen der Parkflächen. Auch auf den Hauptverkehrswegen der Stadt sieht es schon jetzt nicht gut aus. Derzeit geplante Geschwindigkeitsbeschränkungen und Baustellen auf dem Ostwestfalendamm sowie der geplante Rückbau von Ausfallstraßen bereiten Kopfschmerzen. Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer: „Der Ostwestfalendamm ist gerade in der jetzigen Zeit die ‚Hauptschlagader‘ Bielefelds, über die nahezu die gesamte Innenstadt erschlossen wird. Hier muss auch künftig der Verkehr rollen, um diese Funktion erfüllen zu können.“ Andernfalls befürchtet man erhebliche Belastungen für den Individualverkehr, aber auch für die Handwerksbetriebe, die Kunden im Stadtbereich versorgen. Wulfmeyer: „Wie vor ein paar Jahren drohen wieder erhebliche Staus, so dass auch der Wirtschaftsverkehr zum Erliegen kommt.

Handwerk kann das Geld aber nicht im Stau verdienen.“Die Situation verschärfe sich, wenn gleichzeitig sonstige Ausfallstraßen wie die Artur-Ladebeck-Straße zum Fahrradboulevard umgebaut werden. Dieses sei gerade in den nächsten 2 Jahren nicht tragbar angesichts der geplanten Sanierungsarbeiten auf dem Ostwestfalendamm. Wulfmeyer: „Wir brauchen weiter mit der Artur-Ladebeck-Straße eine leistungsfähige Anbindung des Bielefelder Südens.“ Ansonsten sehe man eine wirtschaftliche Versorgung der Kunden in der Innenstadt als gefährdet, aber auch die Erreichbarkeit von Handwerksbetrieben in der City wie Bäcker und Fleischer. Alle geplanten, restriktiven Maßnahmen auf den Hauptstraßen im Innenstadtbereich sollten daher derzeit unterbleiben, um den Wirtschaftsstandort Bielefeld nicht zu gefährden.Darüber hinaus gehe man davon aus, dass die durch eine Baustelle wie die auf dem Ostwestfalendamm ausgelösten, veränderten Verkehrsströme vorher gutachterlich untersucht werden, um Staurisiken zu vermeiden.