• Januar

    29

    2021
  • 437
  • 0
Friseur-Innung Bielefeld trauert um Hubert Turri

Friseur-Innung Bielefeld trauert um Hubert Turri

Bielefeld. Die Friseur-Innung Bielefeld trauert um eines ihrer engagiertesten Mitglieder: Hubert Turri ist in der Nacht auf den 26. Januar gestorben. Er wurde 85 Jahre alt.

Hubert Turri war ein Ur-Gestein des Bielefelder Friseurhandwerks. Dank seiner langen und intensiven Ehrenamtsarbeit gab es kaum einen Gesellen, der den Namen Turris nicht kannte. Spätestens seit er seinen Meistertitel trug, setzte er sich aktiv für die Belange seines Gewerkes ein. Die Liste der Ämter, die Hubert Turri inne hatte, ist entsprechend lang. 30 Jahre lang war er Vorsitzender der Gesellenprüfungskommission, der er sich schon in den 1960er-Jahren anschloss. Als Vorstandsmitglied der Friseur-Innung Bielefeld engagierte er sich seit 1980, war von 1990 bis 2011 stellvertretender Obermeister. Zwölf Jahre lang fungierte Turri als vereidigter Sachverständiger für das Friseurhandwerk in der Handwerkskammer OWL, 21 Jahre war er für diese zudem als Schaumeister tätig. Mehr als 30 Jahre fuhr Hubert Turri zu den Sitzungen des Landesinnungsverbandes Nordrhein-Westfalen, wo er 15 Jahre lang auch Ausschussmitglied war. Für sein langjähriges Engagement ist Turri im Juni 2015 mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet worden.

Gebürtig stammte Hubert Turri aus Österreich. Geboren in Brixen (Tirol), machte er seine Ausbildung später dort sowie in Innsbruck. Erste Erfahrungen in Deutschland sammelte in den 1950er-Jahren nach Empfehlungen zunächst in Tuttlingen. Dass Turri seine Heimat in Bielefeld gefunden hatte, war auch der Liebe zu verdanken: Bei einer Friseur-Veranstaltung in Hamburg hatte er Ehefrau Christa kennengelernt, die er 1961 heiratete. Bereits 1957 war er für sie nach Bielefeld gekommen, arbeitete hier zunächst im Salon Treubel an der Bahnhofstraße, später als Meister im Betrieb der Schwiegereltern an der Hofstraße. Den Salon an der Hofstraße, den er übernommen hatte, führt heute sein Sohn Markus Turri, der mittlerweile Obermeister der Innung geworden ist.