• Januar

    20

    2021
  • 89
  • 0
Friseur Manfred Tschirsky kann eisernes Meisterjubiläum feiern

Friseur Manfred Tschirsky kann eisernes Meisterjubiläum feiern

Bielefeld. „Dass ich tatsächlich den Friseurberuf gelernt habe, das war damals absoluter Zufall“, sagt Manfred Tschirsky. Und doch war es genau das, was er schon immer gerne gemacht hat. „Bereits lange vor meiner Lehre habe ich meiner Mutter regelmäßig die Haare gemacht“, erinnert sich der heute 91 Jahre alte Wahl-Bielefelder.

Sein Talent wurde in seiner Geburtsstadt Bautzen dann zum Beruf. Mit Erfolg absolvierte er dort seine Ausbildung. „Danach hat es sich ergeben, dass ich ein Stellenangebot in Bielefeld bekommen habe“, erzählt Tschirsky. Eine „schöne Stadt“ sei das schon damals gewesen und er deshalb gerne für die Arbeit hierher gezogen. Und der Job selbst? „Der hat mir immer Spaß gemacht“, sagt er. Am liebsten habe er Damen frisiert. „Das ist einfach abwechslungsreicher und vielseitiger.“

Die Meisterschule besuchte Manfred Tschirsky in Essen. „Das war eine schöne Zeit“, erinnert er sich. „Dort haben wir uns teils gegenseitig die Haare geschnitten, um zu üben.“ Mittlerweile 65 Jahre ist es nun her, dass er diese wichtige Qualifikation ebenfalls mit Erfolg abschloss. „Ein Eisernes Meisterjubiläum haben wir nur sehr selten zu Feiern in der Friseur-Innung“, sagte Obermeister Markus Turri, der dem Jubilar gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Bettina Niese gratulierte.

Meisterlich war Tschirsky aber auch in anderen Bereichen, etwa im Sport. „Beim Kegeln wurde ich 1963, 1965 und 1968 Meister im TuS“, erzählt er. Tschirskys eigenen Salon hat mittlerweile Tochter Nicole Geisendörfer übernommen. Drei Mitarbeiter beschäftigt sie dort. Und so manchen Stammkunden bedient noch immer ihr Vater persönlich. „Das macht er bis heute gerne und lässt es sich nicht nehmen, ab und zu noch Dauerwellen zu wickeln“, weiß Sohn Oliver Tschirsky.