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Festzuschuss-Erhöhung beim Zahnersatz

Festzuschuss-Erhöhung beim Zahnersatz

Gute Nachricht für gesetzlich Versicherte beim Zahnersatz: Deutliche Festzuschuss-Erhöhung ab 01.10.2020!

Berlin. Patienten, die eine zahnmedizinische Versorgung mit Zahnersatz benötigen, erhalten ab dem 1. Oktober 2020 merklich höhere Festzuschüsse von den gesetzlichen Krankenkassen. Zukünftig wird der Festzuschuss von 50 Prozent auf 60 Prozent der Kosten einer medizinisch ausrei-chenden Regelversorgung erhöht und die Selbstbeteiligung der Patienten damit deutlich reduziert. Mit geführtem Bonusheft erhöhen sich die Festzuschüsse sogar auf 70 und 75 Prozent. Damit werden ab dem kommenden Monat die Patienten finanziell spürbar entlastet und eine notwendige zahnmedizinische Versorgung mit Zahnersatz erleichtert.

Die Initiative proDente e.V. gibt folgende Erläuterungen:

  • Bei fehlenden oder erkrankten Zähnen: gesetzliche Krankenkas- sen zahlen Festzuschuss für Zahnersatz
  • Ab 1.10.2020 erhöht sich dieser Festzuschuss von bisher 50% auf 60%
  • Lückenloses Bonusheft: Zuschuss steigt auf 70% bzw. 75%

    Dieses Jahr schon beim Zahnarzt gewesen? Es lohnt auch finanziell.„Zahnersatz wie beispielsweise Kronen, Brücken oder Prothesen wird für gesetzlich Krankenversicherte günstiger“, erklärt Volker Rosenberger, Obermeister der Zahntechniker-Innung OWL. Der Grund: Ab dem 1. Oktober 2020 steigt der Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen für Zahnersatz. Versicherte haben dann Anspruch auf eine Erstattung der Kosten in Höhe von 60 Prozent der Regelversorgung, bisher waren es 50 Prozent. Gleichzeitig erhöht sich auch der zusätzliche Bonus bei einem lückenlos geführten Bonusheft.Was kostet Zahnersatz? Diese Frage stellen sich viele Patienten, wenn eine Versorgung mit Zahnersatz notwendig wird. Gesetzlich Versicherte bekommen von ihrer Krankenkasse einen Zuschuss zum Zahnersatz, den sogenannten befundorientierten Festzuschuss. Das bedeutet, dass die gesetzlichen Krankenkassen für jeden festgestellten zahnärztlichen Befund einen festgesetzten Betrag übernehmen. Zu diesem Zweck hat ein Fachgremium der Krankenkassen und der Zahnärzte über 40 Befunde für zerstörte oder fehlende Zähne in einer Tabelle gelistet.„Wichtig zu wissen ist, dass die Krankenkassen den gesetzlich festgelegten Betrag auch dann zahlen, wenn sich Versicherte für eine höherwertige Versorgung wie beispielsweise eine Vollkeramikkrone entschei- den“, erläutert Rosenberger. „Der Eigenanteil des Versicherten fällt dann je- doch auch höher aus.“

ZAHNTECHNIKER INNUNG OSTWESTFALEN

Lückenloses Bonusheft erhöht Zuschuss zusätzlich

Nehmen gesetzlich Versicherte regelmäßig einmal im Jahr Vorsorgeun- tersuchungen beim Zahnarzt wahr und lassen dies in ihrem Bonusheft eintragen, steigt der Zuschuss der Krankenkassen bei Zahnersatz wei- ter. Sind im Bonusheft jährliche Besuche über fünf Jahre vermerkt, beträgt ab 1.10.2020 der Festzuschuss 70 Prozent einer medizinisch aus- reichenden Versorgung. Haben Versicherte über zehn Jahre jedes Jahr eine Zahnarztpraxis besucht, setzt die Krankenkasse ihren Zuschuss ab 1.10.2020 in Höhe von 75 Prozent an. Zuvor waren es 60 bzw. 65 Prozent.

Die Auswirkungen der Corona-Zeit auf das Bonusheft

Viele Menschen haben aufgrund der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 auf Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt verzichtet. Doch welche Bedeutung hat dies für das Bonusheft, das höhere Zuschüsse beim Zahnersatz ermöglicht?

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der GKV-Spit- zenverband haben sich darauf geeinigt, dass Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Corona im ersten Halbjahr 2020 keine Vorsorgeunter- suchung beim Zahnarzt wahrgenommen haben, bei ihrem nächsten Praxisbesuch in diesem Jahr einen Eintrag im Bonusheft für das Jahr 2020 erhalten, der den Erhalt der Ansprüche sicherstellt. Bekanntlich benötigen Kinder und Jugendliche pro Jahr zwei Einträge im Bonusheft.

Für Erwachsene gilt diese Sonderregelung nicht, da diese pro Jahr nur eine Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen müssen und dieser Termin auch noch im zweiten Halbjahr 2020 vereinbart werden kann.page2image26246384

proDente-Tipp: Dieses Jahr schon beim Zahnarzt gewesen? Ansonsten schnell einen Termin vor Jahresende vereinbaren! Es lohnt sich nicht nur für gesunde Zähne und Mund – sondern auch für den Geldbeutel.

Weitere Infos der Zahntechniker-Innung Ostwestfalen erhalten Sie un- ter: www.zahnmeister.de und www.zti-owl.de