• September

    15

    2020
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Siegfried Ahlers und Manfred Huß feiern Goldenes Meisterjubiläum

Siegfried Ahlers und Manfred Huß feiern Goldenes Meisterjubiläum

Bielefeld. Schon seit fünf Jahren ist Manfred Huß im Ruhestand. Doch für den 74-Jährigen geht es auch zu Hause alles andere als ruhig zu. „Ich habe viel mit dem Garten zu tun. Außerdem bin ich im Schützenverein aktiv und auch im Skiclub“, erzählt er. Doch vor allem eine Leidenschaft hält ihn in Bewegung: die für das Motorrad. „Das fahre ich bis heute noch.“ So geht es auch Siegfried Ahlers, der zudem regelmäßig joggen geht.

Die beiden Mitglieder der Fachinnung Elektrotechnik Bielefeld kennen sich nicht nur berufsbedingt, sondern auch privat. Um so mehr haben sie sich gefreut, nun gemeinsam ihre Goldenen Meisterbriefe in den Räumen der Kreishandwerkerschaft Bielefeld zu erhalten. Obermeister Thomas Brinkmann, sein Stellvertreter Gerd Stallmann und auch Ehrenobermeister Karl Witte ließen es sich nicht nehmen, den beiden Bielefeldern zu gratulieren. Außerdem war Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL, dabei, um den beiden Jubilaren ihre besonderen Ehrungen zu überreichen.

„Bei so vielen Handwerksmeistern in ganz Ostwestfalen-Lippe kann es schon mal passieren, dass wir ein Jubiläum übersehen“, sagte Eul bei der Übergabe. Tatsächlich hätte Siegfried Ahlers seinen Goldenen Meisterbrief schon im vergangenen Jahr erhalten sollen. „Doch besser spät als nie“, stellte Ahlers gut gelaunt fest. 1936 in Enger geboren, lebt Ahlers mittlerweile seit mehr als 60 Jahren in Bielefeld. 1952 begann er seine Ausbildung im Elektro-Handwerk. Für ihn war das nur folgerichtig. „Schon als Vierjähriger habe ich im Geschäft meines Onkels mit den Lüsterklemmen gespielt“, erzählt er.

Nach seinen Gesellenjahren gehörte er zu den ersten Männern, die damals die Meisterschule in Teilzeit besuchten. „Ich hatte mich schon für den erstern Kurs angemeldet, es dann aber erst in den zweiten geschafft – so beliebt war das damals.“ 1969 erhielt er seinen Meisterbrief und machte sich direkt in Schildesche selbständig. Bis heute führt er den Betrieb selbst weiter – aber in deutlich kleinerer Form als früher. „Zwischenzeitlich hatte ich bis zu sieben Mitarbeiter, jetzt arbeite ich nur noch allein“, sagt er. Schließlich kümmere er sich auch noch um kleinere Aufträge von Stammkunden. „Wer rastet, der rostet.“

Für Manfred Huß war die Entscheidung, welchen Beruf er erlernen will, einst nicht so einfach. Auch Maschinenbau sei damals eine option gewesen, erzählt er. „Doch die Entscheidung für das Elektro-Installateur-Handwerk habe ich nie bereut“, betont er. Seinen Betrieb in Heepen gibt es seit 1972. „Gerade übernimmt mein Sohn Markus ihn.“