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Einführung der steuerlichen Sanierungsförderung

Einführung der steuerlichen Sanierungsförderung

Berlin. Die steuerliche Förderung energetischer Sanierungen ist zum Jahresbeginn 2020 eingeführt worden. Die Maßnahme ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030 und soll das Handwerk und Arbeitsplätze vor Ort fördern.

Die steuerlichen Anreize sollen den Gebäudebestand als ein zentrales Instrument sowie den Klimaschutz unterstützen. Mit dem Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht >hier< haben Gebäudeeigentümer nun die größtmögliche Freiheit, das Förderinstrument zu wählen, das für sie am besten geeignet ist. Dabei werden Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Heizen mit erneuerbaren Energien steuerlich gefördert. Dies enthält einen Heizungstausch, den Einbau neuer Fenster oder die Dämmung von Dächern und Außenwänden. Die Kosten solcher Maßnahmen sollen künftig mit bis zu 20 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich in Abzug gebracht werden.

Die progressionsunabhängige Ausgestaltung soll gewährleisten, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen von der steuerlichen Förderung profitieren. Voraussetzung ist, dass es sich bei dem geförderten Gebäude um selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Die Ausgaben für Sanierungsmaßnahmen können erstmalig mit der Steuererklärung im Jahr 2021 geltend gemacht werden.

Bei einer Sanierung haben Interessenten die Wahl, ob sie diese Einzelmaßnahmen steuerlich abschreiben, oder Investitionszuschüsse über die etablierten Programme wie das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, das Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien und das Heizungsoptimierungsprogramm beantragen.

Als zweite Säule soll die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen eine Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen bieten. Einzelheiten sind der Information des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) >hier< zu entnehmen.

Unternehmen können die Förderung auch >hier< direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.