• September

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Zur geplanten wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken

Zur geplanten wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken

Berlin/Bielefeld. Einer gemeinsamen Erklärung der Koalitionsfraktion von CDU/CSU und SPD lässt sich entnehmen, dass in zwölf Handwerken die Meisterpflicht wieder eingeführt werden soll. 

Hauptgeschäftsführer Sautmann: „Diese geplante Neuregelung korrigiert Fehlentwicklungen der Vergangenheit und sichert Qualitätsarbeit und Verbraucherschutz, gleichzeitig hilft sie bei der Sicherung des Fachkräftebedarfes im Handwerk“.

Seit der Gesetzesnovelle 2004 kam es durch die Abschaffung der Meisterpflicht in einigen Berufen zu Fehlentwicklungen, weniger Qualität der Arbeit, weniger Auszubildende und damit auch weniger Fachkräfte, schneller wieder vom Markt verschwindende Betriebe und als Konsequenz hieraus ein verringerter Verbraucherschutz. Die geplante Wiedereinführung des Meisterbriefes wird in den fraglichen Berufen ein Garant sein für Qualitätsarbeit, ein Schritt, um das Handwerk zukunftsfest zu machen. 

In den folgenden Berufen soll die Meisterpflicht wiedereingeführt werden:

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzo-Hersteller, Estrichleger, Behälter- und Appartebauer, Parkettleger, Rolladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler- und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter, Orgel- und Harmoniumbauer. 

Ausgangspunkt dieser geplanten Neuregelung ist eine Vereinbarung im Koalitionsertrag, wonach man eine verfassungs- und europarechtskonforme Wiedereinführung der Meisterpflicht in ausgewählten Handwerksberufen durchführen wolle.