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Hubert Turri erhält Bundesverdienstorden

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 Bielefeld. Friseurmeister Hubert Turri hat am Montag den Bundesverdienstorden erhalten. Oberbürgermeister Pit Clausen überreichte ihm die Medaille im Rahmen einer Feierstunde im Alten Rathaus. 

Der 80-Jährige ist ein Ur-Gestein des Bielefelder Friseurhandwerks. Dank seiner langen und intensiven Ehrenamtsarbeit gibt es kaum einen Gesellen, der den Namen Turris nicht kennt. Spätestens seit er seinen Meistertitel trägt, setzt er sich aktiv  für die Belange seines Gewerkes ein. Das würdigte auch Clausen am Montag bei der feierlichen Verleihung. Turri habe ganz nach dem Leitsatz des einstigen US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy gehandelt »Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern danach, was Du für Dein Land tun kannst.«

Die Liste der Ämter, die Hubert Turri inne hatte und teils bis heute hat, ist lang. 30 Jahre lang war er Vorsitzender der Gesellenprüfungskommission, der er sich schon in den 1960er-Jahren anschloss. Als Vorstandsmitglied der Friseur-Innung Bielefeld engagierte er sich seit 1980, war von 1990 bis 2011 stellvertretender Obermeister. Zwölf Jahre lang fungierte Turri als vereidigter Sachverständiger für das Friseurhandwerk in der Handwerkskammer OWL, 21 Jahre war er für diese zudem als Schaumeister tätig. Seit mehr als 30 Jahren fährt Hubert Turri zu den Sitzungen des Landesinnungsverbandes Nordrhein-Westfalen, wo er 15 Jahre lang auch Ausschussmitglied war.«

Dass Turri seine Heimat in Bielefeld gefunden hat, ist auch der Liebe zu verdanken: Bei einer Friseur-Veranstaltung in Hamburg hatte er Ehefrau Christa kennengelernt, die er 1961 heiratete. Bereits 1957 war er für sie hierher gekommen, arbeitete zunächst im Salon Treubel an der Bahnhofstraße, später als Meister im Betrieb der Schwiegereltern an der Hofstraße.

Gebürtig stammt Hubert Turri aus Österreich. Geboren in Brixen (Tirol), machte er seine Ausbildung später dort sowie in Innsbruck. Erste Erfahrungen in Deutschland sammelte in den 1950er-Jahren nach Empfehlungen zunächst in Tuttlingen.

Den Salon an der Hofstraße führt heute sein Sohn Markus Turri, der mittlerweile Obermeister der Innung geworden ist. Den gerade ausgezeichneten Meister wird man dort auch künftig noch häufig antreffen, denn das Handwerk bleibt seine große Leidenschaft.