Austausch über Gesundheitshandwerke

Berlin. Am 8. Mai 2019 fand im „Haus des Deutschen Handwerks“ der Parlamentarische Abend 2019 der Gesundheitshandwerke statt. Das prominente Spitzentreffen diente wieder als Austauschort wichtiger Entscheidungsträger aus Politik und Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. In diesem Jahr war der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit, Dr. Thomas Gebhart, MdB, Ehrengast der Veranstaltung.

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer unterstrich, dass das deutsche Gesundheitssystem auch deshalb Weltspitze sei, weil die Gesundheitshandwerke der Versichertengemeinschaft einen hervorragenden Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Hilfsmittelversorgung und Zahnersatz böten. Wollseifer verdeutlichte das Potenzial dieser fünf Berufe, bestehend aus Augenoptik, Hörakustik, Orthopädietechnik, Orthopädieschuhtechnik und Zahntechnik, mit ihren ca. 30.000 Betrieben und knapp 200.000 Beschäftigten.

Die Bundesregierung hat mit den letzten Gesundheitsreformen deutlich gezeigt, dass die Existenz und Leistungsfähigkeit der klein- und mittelständischen Meisterbetriebe der Gesundheitshandwerke durch gute und faire Rahmenbedingungen gefördert und verteidigt werden müssen. Zentrale Probleme, die man gemeinsam mit den Gesundheitspolitikern weiter lösen muss, haben die Gesundheitshandwerke in einem gemeinsamen Positionspapier vorgestellt. Ihre Betriebe leiden insbesondere unter der Bürokratielast des Präqualifizierungsverfahrens und der extensiven Auslegung der Anforderungen aus der Medizinprodukteverordnung. Hier muss die Bundesregierung dringend Abhilfe leisten, so die Gesundheitshandwerke.

Dr. Thomas Gebhart lobte das Verhältnis zwischen den Gesundheitshandwerken und der Versichertengemeinschaft: „Die Gesundheitshandwerke genießen hohes Vertrauen. Dies ist auch auf die Meisterpflicht in gefahrengeneigten Berufen zurückzuführen. Hierbei handelt es sich um einehistorisch gewachsene Instanz im Sinne des Patientenschutzes und der Qualitätssicherung“, so Dr. Gebhart. Hinsichtlich des Umgangs mit bürokratischen Vorgaben, darunter die Vorschriften der EU- Medizinprodukteverordnung, sicherte Dr. Gebhart weitergehenden Austausch zu: „Für das verbleibende Jahr in der Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung wollen wir gemeinsam bestehende Spielräume nutzen, um unnötige Bürokratie zu vermeiden.“