Stadtverkehr: Gespräch mit der SPD

Stadtverkehr: Gespräch mit der SPD

Bielefeld. Vorstand und Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft haben sich jetzt zu einem Gedankenaustausch mit der Fraktionsspitze der Bielefelder SPD in der Kreishandwerkerschaft getroffen.

Kernpunkt des Gespräches war die schwierige Verkehrssituation in Bielefeld insbesondere auch für die Bielefelder Handwerksbetriebe. Kreishandwerksmeister Wulfmeyer: „Im Laufe des Jahres 2018 hat die Zahl der Staus deutlich zugenommen, dieses führt zu Standzeiten der Werkstattwagen und damit auch zu Unmut bei Betrieben und Kunden.“

Kritikpunkt war hier die offenbar fehlende Koordination der verschiedenen Träger von Baumaßnahmen (Stadt, Bahn, Stadtwerke, Telekom, Landesbetrieb Straßen). Die Vertreter der SPD bestätigten diese Probleme. Hans-Georg Fortmeier, Fraktionsvorsitzender: „Von Seiten der Stadt versuchen wir hier Abstimmungen zu erreichen, das sei aber eben nicht immer einfach.“

Gegenstand des Gespräches war auch die „Mobilitätsstrategie“ der Stadt und die dort enthaltenen Feststellungen. So will die Stadt den Anteil des Autoverkehrs bis 2030 von derzeit 50 % auf 25 % Anteil herunterdrücken, während die Anteile für Fußgänger, Radfahrer und Personennahverkehr entsprechend erhöht werden sollen. Hauptgeschäftsführer Sautmann: „Wir haben die Befürchtung, daß das Autofahren für unsere Betriebe und deren Kunden durch rigide Maßnahmen, wie Tempo 30 oder Straßenverengungen an Ausfallstraßen erschwert werden soll.“ Dieses sei nicht hinnehmbar, vielmehr solle man Anreize setzen durch einen verbesserten Nahverkehr, Park-and-Ride-Systeme etc. Hans-Georg Fortmeier äußerte in seiner Replik, daß man diese Ansicht teile. Einigkeit bestand darin, daß an Gefahrenpunkten wie Schulen Tempo 30 angemessen sein kann.