Jahnplatz sollte vierspurig bleiben

Jahnplatz sollte vierspurig bleiben

Bielefeld. Als wichtigstes Ergebnis des Dieselgipfels in Berlin begrüßt die Kreishandwerkerschaft das Ziel der Vermeidung von Fahrverboten für Kraftfahrzeuge mit Dieselmotoren. Der erste Schritt zur Rehabilitierung des modernen Dieselmotors als sparsame, emissionsarme und umweltfreundliche Antriebsquelle sei damit vollzogen. Es bestehe nun die begründete Hoffnung, daß die Diskussion weiter versachlicht werde.

Auswirkungen habe das auch auf die Fortschreibung des Luftreinhalteplanes für Bielefeld. Hauptgeschäftsführer Sautmann: „Es gibt jetzt keinen Grund mehr, hier übereilt Fakten zu schaffen, die letztlich keine Besserung bringen. Das laufende Verfahren zum Luftreinhalteplan für Bielefeld sollte ausgesetzt werden.“

Allgemein gehe man davon aus, daß das geplante Software-Update für Dieselfahrzeuge der Schadstoffklassen Euro 5 und 6 Einsparungen beim Stickdioxyd von 25 % bringe. Allein diese Maßnahme könne in Bielefeld schon ausreichen, um den im Vergleich zu anderen Großstädten nur knapp überschrittenen Grenzwert von 40 µg/m³ pro Kubikmeter Stickstoffdioxyd zu unterschreiten.

Hauptgeschäftsführer Sautmann: „Zusammen mit weiteren Maßnahmen, wie der Begrünung des Jahnplatzes, einer Verflüssigung des Verkehrs sowie weiträumigen Verkehrslenkungsmaßnahmen würde der gemessene Wert jedenfalls deutlich reduziert.“

Auch die geplante Verengung des Jahnplatzes auf 2 Fahrspuren hätte letztlich größere Stauzeiten und verstärkte Emissionen zur Folge.

Wichtig sei es aus Sicht der Kreishandwerkerschaft, die Handlungshektik auf Seiten der Stadt zu reduzieren und in Abstimmung mit der Landesregierung, die sich ebenfalls gegen Fahrverbote ausspricht, das weitere Vorgehen festzulegen. 

Sautmann: „Das Ergebnis des Dieselgipfels ist nach Aussagen der Beteiligten ein Anfang, weitere Maßnahmen werden folgen.“

Dieses sei ein Beleg dafür, daß die Politik derartige Fahrverbote insgesamt nicht wolle, so daß sich die Situation durch weitere Maßnahmen in den nächsten Monaten entspannen werde, auch in Bielefeld.

Letztlich bleibe es aber auch dabei: Die Meßwerte des sog. Passivsammlers direkt an der Bushaltestelle am Jahnplatz seien nicht belastbar. Hier müsse es vor weiteren Maßnahmen konkrete Stunden- und Tagesmeßwerte geben, um zielgerichtet Maßnahmen zu ergreifen.