Resolution zum Verkehr in Bielefeld

Resolution zum Verkehr in Bielefeld

 Bielefeld. Auf der Delegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft ist am Dienstagabend eine Resolution zum Straßenverkehr in Bielefeld beschlossen worden. Die Resolution im Wortlaut: 

Das Bielefelder Handwerk hat den Eindruck, daß in Bielefeld bewußt daran gearbeitet wird, den Autoverkehr immer mehr zu verlangsamen, ja zu verdrängen. Straßen werden verengt, Fahrradstreifen auf engen Straßen angelegt und immer mehr Tempo-30-Zonen werden geschaffen, Parkplätze werden andererseits eingezogen. Auch die Baustellenkoordination läßt vielfach zu wünschen übrig.

Folge: Der tägliche Verkehr wird immer langsamer oder steht in Staus, verbunden mit immer mehr Abgasen. Die Erreichbarkeit unserer Betriebe wird immer schwieriger und die Betriebe selbst benötigen immer mehr Zeit, um zu den Kunden zu gelangen. 

Vor diesem Hintergrund fordert die Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Bielefeld die Stadt Bielefeld und auch das Regierungspräsidium auf, künftig Verkehrspolitik mit Augenmaß zu betreiben und die Interessen der Betriebe und deren Kunden im Oberzentrum Bielefeld im Auge zu behalten:

  • Tempo 30 an Hauptausfallstraßen darf es nicht geben, in Nebenstraßen nur in Gefährdungsbereichen, wie etwa vor Schulen und Kindergärten.
  • Die Ampelschaltung speziell auf den Hauptausfallstraßen ist zu optimieren mit dem Ziel einer „grünen Welle“, insbesondere auf der Achse Nord/Süd.
  • Kein weiterer Rückbau von Parkplätzen im Bereich von Handwerks- und Gewerbebetrieben.
  • Keine Umweltzone und kein generelles Dieselfahrverbot etwa im Bereich des Jahnplatzes sowie der angrenzenden Straßen. Das Handwerk nutzt zu einem Großteil Dieselfahrzeuge, bisher im Vertrauen auf deren Umweltverträglichkeit. Fahrverbote kämen hier letztlich einer Enteignung gleich, zumal Alternativen kaum zur Verfügung stehen.
  • Falls es letztlich zu einem Dieselfahrverbot kommt, müssen unbürokratische Ausnahmen für Handwerksbetriebe im Einsatz geschaffen werden, die nicht mit weiteren Kosten für die Betriebe belegt sind.
  • Die Erreichbarkeit von Betrieben und Kunden muß gewährleistet sein. 

Bevor sich die Delegierten mit den wichtigen Fragen des Handwerks beschäftigten, gab es für sie einen Einblick in die Geschichte des Bielefelder Familienunternehmens Dr. Oetker.Puddingduft und heiße Pizza aus dem Ofen: Schon vor längerer Zeit hatten sich die engagierten Teilnehmer der Mitgliederversammlung diesen Ort gewünscht, jetzt haben sie sich endlich in den Räumen der Bielefelder Dr.Oetker-Welt getroffen. 
 Vor allem aus dem Lebensmittelbereich gab es für die Teilnehmer viel zu sehen und zu probieren. Vom ersten Päckchen Bachpulver über die Kreation des Puddings hin zur Massenfabrikation der Tiefkühlpizza, mit der Dr. Oetker sogar im Heimatland der Pizza Marktführer ist. 
Die fortschreitende Digitalisierung war später wichtiges Thema im Plenum. »It’s OWL« und die Telekom gaben wichtige Informationen zu Transformationsprozessen und infrastrukturellen Möglichkeiten.